Tag 11: Uffholtz – Épinal

Das Frühstück kam aufs Zimmer, ein typisch französisches: Baguette mit Butter, ein Croissant mit Marmelade, ein Schokocroissant, eine Kiwi und ein Becherchen Apfelmuß, dazu ein Tee und Orangensaft. Für den Geschmack in meiner Getränkeblase hatte ich mir etwas Saft gewünscht, es kam eine Packung Apfelsaft – toll, wenn einem Gastgeber so helfen, wenn es im Ort einfach mal keinen (offenen) Supermarkt gibt.

Nach dem Losfahren ging es sofort in die Auffahrt zum Grand Ballon, zu deutsch dem Großen Belchen – dem höchsten Berg der Vogesen. Der Anstieg auf der Route des Crétes teilt sich in zwei einzelne Anstiege – der erste ist mit 10km Länge und einer durchschnittlichen Steigung von 6% auf dem Papier moderat, aber in der Realität durch kleine Zwischenabfahrten und flachere Stellen dann doch fordernd. Von dort geht es zum Cal Amic, dann noch einmal ein Stück runter – wobei sich der Blick auf den nächsten Abschnitt und den Grand Ballon eröffnet. Zwischendurch gibt es aber immer wieder tolle Blicke ins Tal oder auf die Vogesen.

Am Montag Vormittag Ende April ist auch wenig Verkehr, so dass die Auffahrt Spaß macht. Die restliche Steigung bis zum Grand Ballon ist mit 6km etwas kürzer, aber mit 8% Schnitt etwas steiler – dafür aber ist die Steigung gleichmäßiger, fast ohne steile Rampen.

Oben gönnte ich mir – neben dem wunderbaren Ausblick – eine Orangina und einen Cookie, es gab noch eine Unterhaltung mit zwei Berliner Motorradfahrern. Anschließend geht es auf dem Kamm noch etwas weiter, eine kleine Abfahrt, aber auch noch ein paar mal moderat hoch. Danach folgt eine rasante Abfahrt über die D430 und D486 nach Cornimont, von wo es dann erstmal auf einem Bahnradweg weitergeht bis Remiremont.

Auf eine relativ ruhigen Straße, die aber laut Beschilderung irgendwo gesperrt sein sollte (und vermutlich auch deswegen sehr ruhig war) fuhr ich weiter – die Sperrung stellte sich zum Glück als mit dem Rad passierbare Baustelle heraus (ich hatte zwischenzeitlich einen entgegenkommenden Radfahrer gefragt).

In Archette schlug mein Reifendrucksensor an. Zuerst brauchte ich aber etwas zu essen. Neben einem Schaden am Mantel, mit dem ich aber weiterfahren kann, hatte sich der Patch vom letzten Flicken gelöst – diesmal applizierte ich klassisches Flickzeug, denn einen neuen Schlauch hatte ich noch immer nicht bekommen.

Ich beschloss dann, in Épinal zu bleiben, zum einen musste ich dringend Essen, zum anderen bietet der Ort die Möglichkeit, am Dienstag im Fahrradladen nochmals zu versuchen, einen Ersatzschlauch zu bekommen.

Ein Hotel steuerte ich direkt an und checkte ein, als ich ermittelt hatte, dass das rad über Nacht sicher stehen kann. Nach dem Duschen und Umziehen machte ich noch die Einkäufe für den kommenden Tag und ging essen, dann war es Zeit zum Schlafen.

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