Tag 12: Épinal – Pont-à-Mousson

Nach dem Frühstück im Hotel machte ich erst einmal einen Abstecher zum örtlichen Fahrradladen: Eines meiner Schaltröllchen eierte vor sich hin und so war sauberes Schalten nicht mehr möglich. Das Problem konnte rasch behoben werden und ich konnte den Tag starten.

Bei der improvisierten Ausfahrt aus Épinal tat ich mich etwas schwer, bis ich dann endlich den Kanalradweg gefunden und den Ort hinter mir gelassen hatte. Dann lief es gut. Die Sonne schien, die Temperatur kletterte rasch auf über 20°C und der Weg war, wie so oft an den französischen Kanälen, hervorragend.

Die flacher werdenden Ausläufer der Vogesen begleiteten mich, so wie die Mosel und eine Bahnstrecke. Die Landschaft war schön, vereinzelt kamen andere Personen auf dem Rad entgegen oder ich überholte welche, schon relativ viele Tourenradler mit Gepäck, aber auch einige auf dem Rennrad.

Kurz vor meinem Einfädelungspunkt auf die Strecke, die ich mit Micha vor einem Jahr gefahren bin bei Nancy, gilt es noch einen Hügel zu überwinden. Typisch für die Radwege an den Kanälen natürlich entlang einer Reihe von Schleusen, also mit dem Rad relativ problemlos zu fahren.

Da ich in Nancy 80km hinter mir hatte und es noch im Zeitfenster für Mittagessen lag, machte ich diesmal den Abstecher in die Innenstadt von Nancy – ein wirklich lohnenswerter Marktplatz, ähnlich der Placa Mayor in spanischen Städten. Ich aß zu Mittag, suchte eine Apotheke auf, weil ich einen feinen Splitter im Handballen hatte und fuhr dann durch den Park wieder zurück zum Kanal und zur Mosel.

Da es bisher gut gelaufen war, hatte ich eigentlich auf dem Plan, noch bis Metz oder kurz vor Metz zu fahren, allerdings fühlte ich mich nach und nach etwas matt, so dass ich in Pont-à-Mousson beschloss, mir eine Unterkunft zu suchen.

Nach dem Duschen und dem Gang zum Supermarkt wurde mir zunehmend etwas flau und Verdauungsprobleme offenbarten den Grund für meinen matten Zustand. Abends ging es nicht mehr zu essen raus, ich blieb einfach liegen.

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