Während der Morgen kühl und noch bedeckt durch die Fenster lugte, machten wir uns fahrfertig und gingen dann zum Frühstück. Dieses war abwechslungsreich und bot eine gute Grundlage für den Tag, der heute etwas länger werden sollte als gestern.

Nach dem Start fuhren wir zunächst über die Elbe, dann folgten wir grob der Bahnstrecke, auf der in dichtem Takt die ICEs pendeln, dazwischen gibt es auch Regionalverkehr, so dass es immer etwas zu sehen gibt. Die Wege sind meist gut, manchmal wird man aber auch über Kopfsteinpflaster geführt, gerade innerhalb von Orten.
Schon nach kurzer Fahrt treffen wir in Bergwitz auf den Bergwitzsee und damit den ersten, von einigen Tagebauseen auf unserer heutigen Etappe. An diesem fahren wir aber nur vorbei, bis Radis entlang der Bahn, dann geht es auf straßenbegleitenden Radwegen und kleinen Straßen weiter.

Bei Mühlbeck kommt mit dem Großen Goitzschesee der größte See in Sicht, einst durch ein Hochwasser schneller geflutet, als geplant – so erzählen es uns andere, die auf unsere Räder aufpassen, während wir einen schwimmenenden Turm erklimmen, von dem es einen tollen Überblick über den riesigen See und die umgebende Landschaft gibt.
Es gibt an den Seen auch alte Maschinen aus den Tagebauzeiten zu sehen, eine Lok, Grubenwagen und später am Werbeliner See auch noch Teile eines großen Schaufelbaggers, so dass es immer wieder Gelegenheiten für interessante kleine Pausen gibt. Mittlerweile scheint die Sonne und wir haben deutlich über 20°C.

Einen kleinen Snack hatten wir uns am Ortsausgang von Delitzsch in der Bäckerei eines Supermarktes gegönnt, sonst bot der Ort irgendwie nichts (und in den anderen war es oft nicht viel besser).
Vor Schkeuditz kamen wir am Flughafen Halle/Leipzig vorbei mit seinen riesigen Logistikterminals, auf dem begleitenden Radweg einer Bundesstraße. Hinter Schkeuditz änderte sich die Umgebung, denn wir fuhr bis kurz vor Merseburg auf dem Elster-Radweg auf dem Deich des namensgebenden Flusses.
Hinter Merseburg war es dann nicht mehr weit bis zum Geiseltalsee, unserem heutigen Ziel, nahe des Sees hatten wir eine Unterkunft ins Braunsbedra gefunden. Duschen, umziehen, einkaufen, Abendessen war wieder die abendliche Routine.

Für die kommenden zwei Tage ist deutlich kühleres und nasseres Wetter angesagt, so dass wir entscheiden müssen, wie weit und schwer die nächsten Abschnitte werden.