Tag 11: Nancy – Haguenau

Beim Frühstück achtete ich darauf, eine ordentliche Mischung an Energie aufzunehmen, denn heute stand ein langer Tag mit wenigen Versorgungsmöglichkeiten an.

Nach dem Frühstück checkte ich aus und fuhr runter zum Kanal, von dort zum Startpunkt meines Tracks. Der Radweg ist wunderbar ausgebaut und ich kam sehr gut voran. Hinter Nancy gibt es noch ein paar Industriebetriebe, später dann wird es ländlicher.

Ab und zu gibt es Schleusen, hier geht es jedesmal ein Stückchen hoch, der Kanal hebt sich langsam auch über die Höhe des umgebenden Landes, wenn auch nicht viel. Auch landschaftlich passiert zunächst nicht viel – bis ich zur Grande Ecluse Rechicourt, der großen Schleuse von Rechicourt mit ihren 15,40m Metern Hub kommt.

Ab dort wird es abwechslungsreicher, der Radweg führt zwischen Becken hindurch, links und rechts wird es auch mal steiler. So geht es zunächst bis Gondrexange, dann folgt der Abschnitt zur Abzweigung Sarrebourg. Auf diesem Stück sammle ich einen Rennradler aus Nancy auf, der mich nach dem Weg nach Nancy fragt, bis zum Abzweig ziehe ich ihn mit, dann zeige ich ihm auf der Karte, wie er in den Ort kommt.

Kurz danach kommt die Wasserscheide, wo der Kanal im Tunnel durch den Berg geht, müssen Radfahrer auf dem einzigen kleinen Anstieg der Tour oben drüber. Erst hinter Arzviller treffe ich wieder auf den Kanal bzw. vor allem erst einmal auf den Lost Place, die alte Kanalführung mit einer Schleusentreppe, die heute trocken liegt und deren alte Anlagen langsam verrosten.

Beim kleinen Ort Hofmühl trifft der neue Kanal wieder auf den alten und ab hier ist einfach schönes Fahren mit leichtem Gefälle (an den Schleusen) angesagt. Lutzelbourg und Saverne durchquere ich im Eilgang, längst habe ich beschlossen, bis Haguenau durchzufahren und mir dort ein Hotel gesucht.

Hinter Saverne wird die Landschaft fast schlagartig flacher, kleine Steigungen bringt mir erst das Abbiegen vom Kanal nahe Brumath. Bis Haguenau führt der Weg auf dem Seitenstreifen einer Landstraße entlang.

In Haguenau liegt mein Hotel nahe am Track. Nach dem Checkin suche ich Spa und Sauna auf, denn ich bin mit einem 26er Schnitt die knapp 150km gefahren, hatte zwischendurch nur eine Pause mit einem kleinen Snack. Nach der Sauna freue ich mich auf ein schönes Abendessen, dann geht es zügig ins Bett, denn die Etappe war auch ganz schön anstrengend.

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