Tag 3: (Paderborn – Aachen)

Zwar war der Morgen wärmer als erwartet, aber der Wind pfiff ziemlich vor dem Fenster. Ich nahm mir Zeit für das Frühstück im Hotel, dann packte ich und überlegte. Angesichts der Vorhersage von 50-60 km/h Gegenwind und ausführlicher Landtraßenfahrerei entschied ich mich, meine Radtour erst am Montag in Aachen beginnen zu lassen und am heutigen Tag mit der Bahn nach Aachen zu fahren.

Ich buchte also einen Fahrradplatz im IC nach Dortmund, ab da gab es diverse Möglichkeiten mit dem Regionalverkehr nach Aachen zu kommen, da ich noch früh dran war hoffte ich, dem Freitag-Nachmittag-Chaos zu entgehen.

Ein kurzfristiger Gleiswechsel wegen eines liegengebliebenen Güterzuges bescherte mir eine kleine Sporteinheit auf einen anderen Bahnsteig, dafür hatte ich den Fahrradwagen – einen der alten IC Steuerwagen mit riesigem Fahrradabteil – komplett für mich, auch die angrenzende 2. Klasse war leer, so dass ich Ruhe fand und zwischendurch noch durch die große Scheibe dem Triebfahrzeugführer über die Schulter schauen konnte. Dieser hatte auf dem letzten Abschnitt von Hamm bis Dortmund eine Gastfahrt und wir unterhielten uns noch ein wenig. Draußen hörte man den Sturm pfeifen.

Von Dortmund ging es dann mit dem RE direkt bis Aachen durch, eine kleine Verspätung wegen Umleitung war nicht schlimm, da es ab Dortmund zwei durchgehende Linien nach Aachen gibt und somit alle Nase lang ein Zug fährt. So kam ich am frühen Nachmittag in Aachen an, ging noch ein paar Schräubchen im Fahrradladen besorgen und begab mich dann zur Wohnung. Während ich duschte zog draußen das erste Regengebiet mit Weltuntergangscharakter durch. Ich war froh, dem Motto „ChillOut“ treu geblieben zu sein und entspannt und trocken von innen zusehen zu können.

Abends ging es dann noch zu zweit zum Essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert