Tag 6: Aachen – Namur

Um halb acht verließ ich das Haus um mich mit Timo zum Frühstück am Elisenbrunnen in Aachen zu treffen, natürlich bereits mit dem voll gepackten Rad, um von dort direkt zu starten.

Nach dem Frühstück folgten wir der offiziellen Route durch Aachen in Richtung Dreiländereck (Drilandenpunt) Belgien – Niederlande – Deutschland, wenige Kilometer westlich der Stadt. Da nur wenige Meter vom Dreiländereck gleichzeitig der höchste Punkt der kontinentalen Niederlande liegt, ging es zunächst einmal bergauf. Nun sind beim höchsten Punkt der kontinentalen Niederlande sicher keine Alpenpässe zu erwarten, aber ein bisschen kurbeln mussten wir dennoch.

Von dort geht es auf der belgischen Seite auf einem der RAVeL-Wege vorwiegend auf einem Bahntrassenradweg bis Lüttich, fast 50 Kilometer mit noch dem ein oder an deren Hügel, aber vor allem einer tollen Abfahrt ins Maas-Tal am Ende. Obwohl man Lüttich relativ verkehrsarm durchquert ist das nur bedingt schön, denn weite Teile geht es durch Gewerbe- und Industriegebiete. So entscheiden wir uns am Ende auch gegen die Einkehr in ein Café und snacken lieber kurz aus den Vorräten – als wir unter dem Dach einer Tankstelle ein schattiges Plätzchen gefunden haben, denn die Sonne scheint warm und intensiv.

Kurz nach dem Verlassen der Stadt geht es schließlich ans Ufer der Maas, der Weg hat nicht immer die beste Qualität, hat aber durchgehend befestigte Oberflächen. Ab und zu zweigt er von der stark kanalisierten Maas ab, kehrt aber kurz danach an deren Ufer zurück. Das Tal wird tiefer und links und rechts gibt es immer wieder interessante Felsformationen, alte Schlösser oder auch interessante alte Industriegebäude zu sehen. Und natürlich jede Menge Wehre und Schleusen.

Kurz vor Huy geht es noch am Kernkraftwerk Tihange vorbei, so nah, dass man sich wundert, warum man nicht als Attraktion noch mitten durch den Kühlturm fährt. Wenige Kilometer später sind wir in Huy, wo wir am Marktplatz einkehren und und uns eine Unterkunft für die Nacht im nur noch ca. 30 Kilometer entfernten Namur suchen.

Die letzten Kilometer nach Namur sind richtig anstrengend, denn es herrscht strammer Gegenwind. Timo und ich fahren Vergleichsmessungen und – wenig überraschend – muss er für die gleiche Geschwindigkeit deutlich mehr Watt treten. Dass der Unterschied über 20% liegt bei 20km/h ist aber durchaus schon überraschend deutlich.

Nach dem Einchecken in Namur gehe ich noch kurz zum Supermarkt, Vorräte auffüllen, dann machen wir einen gemeinsamen Rundgang durch die Stadt und lassen den Abend an der Confluence, wo die Sambre in die Maas mündet, ausklingen.

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