Da Timo und ich in unterschiedlichen Hotels untergekommen waren, trafen wir uns morgens in der Boulangerie zum Frühstück. Nach einem Croque Messieur und einem Brioche Chocolat machten wir uns auf den Weg.

Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt trafen wir auf unseren Track, den Radweg entlang der Maas (Meuse), der hier wir üblich hervorragend ausgebaut war. Es war zwar morgens noch kühl, aber beim Fahren nicht unangenehm, das Wetter war weitaus freundlicher und sonniger als es die Vorhersage hatte vermuten lassen.
Bis zum Abzweig des Ardennen-Kanals kurz vor Sedan kannte ich den Weg ja bereits aus dem letzten Jahr und er fuhr sich – zumal ohne oder mit leichtem Rückenwind – einfach herrlich. Auch danach gab es noch einige Kilometer entlang des Flusses auf gut ausgebauten Wegen, doch hinter Sedan bei Remilly-Aillicourt ging es dann auf die Straße. Zwar waren die Straßen nicht sonderlich voll, doch gerade im Vergleich zum perfekten Radweg davor war es eben doch nicht mehr so schön.

Die Landschaft ist hier nicht mehr so schroff, das Tal nicht mehr so eng wie am gestrigen Tag, dafür führen die Straßen auch über die sanften Hügel in einem ständigen leichten Auf und Ab. In Beaumont-en-Argonne verlassen wir die offizielle Route des EV19 spontan und folgen einfach der D30: die offzielle Route führt letztlich auch nur über Straßen und macht hier gut 10 Kilometer Umweg. Wir aber hatten es auf ein Mittag abgesehen und beschlossen, hier lieber durchzuziehen und einen Abstecher nach Stenay zu machen.
Dort fanden wir erst eine Bar zum Auffüllen des Getränkevorrats und dann eine Boulangerie für einen Mittagssnack. Auf dem zentralen Platz machten wir es uns auf einer Bank bequem und genossen unser Mittagessen.

Bis kurz vor Verdun folgten wir weiter der D30, die hier weitenteils auch die offizielle Routenführung für den EV19 ist, dann bogen wir in Bras-sur-Meuse auf einen Kanalradweg entlang der kanalisierten Maas ab, dem wir bis ins Zentrum von Verdun folgen konnten. Auf dem Weg kamen wir an Soldatenfriedhöfen und Resten von Befestigungsanlagen und Bunkern vorbei.
Timo hatte zentral ein Hotel, ich eines mehr am Stadtrand, so dass wir uns trennten und erst nach dem Frischmachen für einen kleinen Einkauf und ein Abendessen wieder zusammenkamen. Beide hatten wir aber heute das Bedürfnis nach einen frühen Feierabend, so dass wir danach relativ direkt in unsere Unterkünfte zurück liefen.